Fahrbericht Honda Civic 2017

von Andreas Kroll

Der Civic verfügt über den geräumigsten Innenraum seiner Klasse
Mit seinem Längenwachstum zählt der Civic zu den ganz großen Fahrzeugen in der Kompaktklasse, dementsprechend üppig fällt das Platzangebot im Innenraum aus. Selbst lange Europäer genießen Raum in Hülle und Fülle. Da der Kraftstofftank von der ursprünglichen Position unter den Vordersitzen jetzt nach hinten wanderte, sitzen Fahrer- und Beifahrer im Civic wohltuend entspannter und tiefer als beim alten Modell. Auch die gut konturierten Vordersitze unterstützen den Körper ausgezeichnet und bieten einen ordentlichen Seitenhalt.

Hinten herrscht ebenso kein Platzmangel. Hier fühlen sich selbst noch große Personen um 1,90 Meter gut aufgehoben und genießen nach allen Seiten viel Bewegungsfreiheit. Kurzum: das ist Klassenbestwert. Nicht minder enorm ist der Stauraum: Exakt 478 Liter an Gepäck passen hinter seine große Heckklappe. So viel schluckt kein anderer in seiner Klasse. Selbstverständlich lassen sich die asymmetrischen Rücksitzlehnen im Honda mit wenigen Handgriffen zu einer ebenen Ladefläche umklappen. Dann wächst das Ladevolumen auf maximale 1.267 Liter an.

Mit seinem modernen Multimediasystem ist der Honda bestens vernetzt
Das auf den Fahrer ausgerichtete Cockpit präsentiert sich aufgeräumt und ist nicht mehr so verspielt wie bei seinem Vorgänger. Für das Wohlbefinden an Bord sorgen weiche Materialien, die einen hochwertigen Eindruck hinterlassen.

Hinter dem Multifunktions-Lenkrad sitzen nun Digitalinstrumente. Der große Drehzahlmesser mit darunter angeordnetem Tacho ist leicht ablesbar. Rechts daneben befindet sich ein sieben Zoll großer Touchscreen-Monitor. Das auf den Namen Honda Connect getaufte Multimediasystem ist selbsterklärend und mit Online-Funktionen auf dem aktuellsten Stand. Neben der Navigation oder etwa einem DAB+-Radioempfang, lassen sich Smartphones einfach in das System einbinden. Das Telefon bleibt anschließend ganz galant in der Mittelkonsole liegen und wird über die induktive Ladestation kabellos mit Strom versorgt – einfach praktisch.

Der Honda bringt viele Fahrerassistenten schon serienmäßig mit
Lobenswert: Bereits ab Werk wartet der Civic mit einer sehr umfangreichen Sicherheitsausstattung auf. So sind ein aktives Spurhaltesystem, eine adaptive Geschwindigkeitsregelung mit Abstandswarner, ein Kollisionswarnsystem mit Bremsassistent und die Verkehrszeichenkennung sowie eine intelligente adaptive
Geschwindigkeitsregelung immer mit an Bord. Alle elektronischen Helfer hat Honda unter dem Begriff Sensing zusammengefasst. Einen weiteren Sicherheitsgewinn stellen die neuen Voll-LED-Scheinwerfer dar, die bei den gehobenen Ausstattungslinien Executive und Prestige immer zum Lieferumfang gehören.

Die drehfreudigen Turbo-Motoren vermitteln Fahrspaß und sind sparsam
Zur Markteinführung startet der Civic mit zwei neu entwickelten Benzinmotoren. Ein aufgeladener Dreizylinder mit 129 PS bildet den Einstieg, darüber rangiert ein potenter 1,5-Liter-Turbo mit einer Leistung von 182 PS. Der kleine Dreizylinder 1,0 VTEC Turbo entfaltet ein maximales Drehmoment von 200 Newtonmetern. Dementsprechend früh und kraftvoll beschleunigt der Einliter-Direkteinspritzer den Civic, sprintet bei Bedarf in knapp über zehn Sekunden von Null auf Tempo 100 und ist bis zu 203 km/h schnell.

Der Dreizylinder spricht beeindruckend gleichmäßig auf Gasbefehle an. Eine positive Eigenschaft, die man eher von Saugmotoren gewohnt ist. Deshalb muss auch das knackige Sechsganggetriebe nicht übermäßig mit Schaltarbeit bemüht werden, obwohl die Wege kurz sind und die Gänge sauber einrasten. Leichtbau mit vielen pfiffigen technischen Lösungen helfen dem Einliter-Benziner den Verbrauch zu senken. Laut EU-Norm begnügt sich der kultivierte Dreizylinder mit lediglich 4,8 Litern.

Ab 18. März steht der neue Honda Civic im Handel. Das sportliche Design verleiht ihm einen eigenständigen Charakter und lässt die Herzen potentieller Kunden höher schlagen. Aber nicht nur optisch hebt sich der neue Honda von seinen Mitbewerbern deutlich ab, auch von den Abmessungen ist der Civic spürbar gewachsen.

Technisch beruht die zehnte Generation auf einer anderen Architektur mit komplett neu entwickelter Plattform, überarbeitetem Fahrwerk sowie effizienten Motoren. Darüber hinaus bringt der kompakte Honda bereits serienmäßig viele Sicherheits-Features mit, die ansonsten in seiner Klasse nicht selbstverständlich und oftmals nur gegen einen saftigen Aufpreis erhältlich sind.

Im Vergleich zu seinem Vorgänger wuchs die Karosserie um 14 Zentimeter in der Länge auf 4,52 Meter, der Radstand erstreckt sich auf 2,70 Meter, dazu ist der Civic jetzt etwas breiter und flacher. Die schicken Proportionen mit kurzen Überhängen vorne wie hinten sorgen für einen athletischen Auftritt. Civic Nummer zehn wurde zwar als ein Weltauto für den globalen Markt konzipiert, trotzdem hat er europäische Wurzeln. Der schicke Fünftürer läuft im englischen Werk in Swindon vom Band.

Das CVT-Automatikgetriebe überzeugt mit sieben Fahrstufen
Alternativ kann der Civic auch mit einem CVT-Getriebe bestellt werden. Die stufenlose Automatik ist mit 4,7 Litern Verbrauch sogar noch etwas genügsamer und weist eine weitere Besonderheit auf: sie simuliert sieben Fahrstufen. Beim Beschleunigen heult der Motor deshalb nicht übermäßig auf, sondern arbeitet immer angenehm leise in einem niedrigen Drehzahlbereich. Der Aufpreis für das CVT-Getriebe fällt mit 1.300 Euro recht moderat aus und eigentlich werden die serienmäßigen Schaltwippen gar nicht gebraucht, da der Dreizylinder sehr elastisch ist. Es sei denn, der Fahrer wünscht ausdrücklich den manuellen Eingriff.

Der drehfreudige 1,5-Liter VTEC Turbo leistet stolze 182 PS
Selbstverständlich steht die stufenlose Automatik auch für die zweite Motorvariante, der 1,5-Liter VTEC Turbo zur Verfügung. Der laufruhige Vierzylinder-Benziner entfaltet stramme 182 PS mit einer immens hohen Drehfreude und strotzt vor Durchzugskraft. Sowohl mit manuellem Sechsganggetriebe als auch mit CVT sprinten beide in 8,2 Sekunden der 100er-Marke entgegen, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 220 km/h (CVT: 200 km/h). Gemäßigt sind dagegen die Trinksitten. Laut Werksangabe begnügt
sich der handgeschaltete Civic 1,5-Liter VTEC Turbo mit lediglich 5,8 Liter Super im Schnitt, das CVT-Getriebe benötigt mit 6,1 Litern nur geringfügig mehr.

Der Civic ist leise und verwöhnt mit hohem Fahrkomfort und hoher Agilität
Aber ganz gleich welche Motorisierung gewählt wird, fest steht: Der Civic ist ein sehr leises Fahrzeug geworden und hat beim Komfort um einiges zugelegt. Für das
harmonische Ansprechverhalten ist die neue Fahrwerksabstimmung mit MacPherson-Federbein vorne und aufwändig konstruierter Mehrlenker-Hinterachse verantwortlich. Damit bügelt der Honda selbst derbe Unebenheiten feinfühlig glatt und verschont seine Passagiere vor harten Stößen.

Nochmals nachgeschärft haben die Honda-Entwickler die Agilität. Enge Kurven durcheilt der Civic leichtfüßig und sicher und liegt bei schneller Autobahnfahrt ruhig auf der Straße. Fahrspaß bereitet auch die Lenkung, die variabel übersetzt ist und dem Fahrer eine exakte Rückmeldung liefert. Darüber hinaus kann der gute Fahreindruck mit dem adaptiven Dämpfersystem weiter gesteigert werden. Es verwandelt den Civic auf Knopfdruck noch eindringlicher vom komfortablen Gleiter zum dynamischen Sportler, ohne aber eine übertriebene Härte an den Tag zu legen.

Auf der Langstrecke empfiehlt sich der Honda als talentierter Reisewagen
Insgesamt fühlt sich der Japaner sehr erwachsen an. So empfiehlt sich der wendige Civic nicht nur in der Stadt, sondern vor allem auf langen Strecken als ein ausgewogenes Reiseauto. Der Honda Civic startet mit dem Dreizylinder-Turbo bei 19.990 Euro und bringt als Basismodell eine sehr reichhaltige Ausstattung mit. Der 1,5-Liter Turbo-Vierzylinder beginnt in der hochwertigen Sport-Version bei 27.960 Euro.

Kraftstoffverbrauch Civic 2017 in l/100 km: innerorts 7,9-5,5; außerorts 5,0-4,1; kombiniert 6,1-4,7. CO2 -Emission in g/km: 139-106. (Alle Werte gemessen nach 1999/94/EG.)

Der neue Honda Civic: Darf es etwas mehr sein?

Der neue Honda Civic setzt mit einem üppigen Raumangebot, sparsamen Turbo-Benzinern sowie einer hohen Sicherheitsausstattung neue Maßstäbe in der Kompaktklasse. Wir haben den Japaner jetzt erstmals gefahren.

Sie sind auf der Suche nach einem neuen Kompakten, benötigen viel Platz und vor allem viel Sicherheit? Dann sollten Sie unbedingt einen Stopp beim nächsten Honda-Händler einlegen. In seinem Showroom präsentiert sich ab dem 18. März die zehnte Auflage des Civic. Völlig neu und komplett überarbeitet, auch das futuristische Design seines Vorgängers hat der kompakte Japaner abgelegt und gegen einen sportlichen Auftritt ausgetauscht. Die wohlgeformten Proportionen verleihen dem Fahrzeug ein völlig eigenständiges Erscheinungsbild, welches sich sehr selbstbewusst von der Masse abhebt.

Das ist aber längst noch nicht alles. Neben seinem ansprechenden Design gibt es weitere tiefgreifende Modifikationen. Honda hat beim neuen Civic keinen Stein auf dem anderen gelassen, ihm eine besonders verwindungssteife Plattform spendiert, das Fahrwerk mit einer Mehrfachlenker-Hinterachse aufwendig verbessert und die Motorenpalette mit neuen Turbo-Benzinern bestückt. Zugelegt hat der Civic auch bei den Abmessungen. Die fünftürige Karosserie ist mit 4,52 Metern im Vergleich zum alten Modell um 14 Zentimeter in der Länge ordentlich gewachsen. Damit klopft der kompakte Civic fast schon in der ranghöheren Mittelklasse an. Er wurde zudem minimal breiter, einzig die geschwungene Dachlinie verläuft etwas flacher.

Innen wartet der Honda mit dem großzügigsten Raumangebot seiner Fahrzeugklasse auf. Vorne wie hinten geht es richtig luftig zu und es herrscht viel Bewegungsfreiheit. Die Passagiere in der ersten Reihe nehmen auf passgenauen Vordersitzen Platz, sitzen jetzt 3,5 Zentimeter tiefer als bisher und damit wesentlich bequemer. Der Grund: Der Civic-Tank befindet sich nicht mehr unter den Vordersitzen, sondern rückt in den Fond. Sehen lassen kann sich auch der Kofferraum, der mit 478 Litern außerordentlich viel Gepäck mitnimmt. Nach dem Umklappen der geteilten Rücksitzlehnen entsteht ein ebener Laderaum mit einem maximalen Volumen von ebenso guten 1.267 Litern.

Seine Gäste verwöhnt der Japaner mit qualitativ hochwertigen Materialien und einer peniblen Verarbeitung. Der Fahrer freut sich über ein sachlich-aufgeräumtes Cockpit sowie den sieben Zoll großen Touchscreen-Monitor des modernen Multimediasystems. Die Navigation wartet mit einer schnellen Routenführung auf und Smartphones lassen sich spielend leicht mit dem Gerät verbinden, um etwa Internetdienste zu nutzen oder Musik aus der Playlist abzuspielen. Als richtig pfiffig erweist sich die induktive Ladestation, die Handys kabellos in einem gesonderten Fach der Mittelkonsole auflädt.

Auch beim Thema Sicherheit gibt sich der Civic keine Blöße. Im Gegenteil, mit zahlreichen Fahrerassistenzsystemen, allesamt schon bereits beim Basismodell serienmäßig, schreitet der Japaner vorbildlich voran. Dazu zählen ein aktives Spurhaltesystem, eine adaptive Geschwindigkeitsregelung mit Abstandswarner, genauso wie ein Kollisionswarnsystem mit Bremsassistent oder die  Verkehrszeichenkennung.

Neues von den Motoren: Zwei moderne Turbo-Benziner stehen zur Wahl. Der kleine Dreizylinder leistet 129 PS, läuft kultiviert und ist schön kräftig. Dazu passt die knackige Sechsgangschaltung und ein niedriger Verbrauch von nur durchschnittlich 4,8 Litern. Noch mehr Spaß bringt der gleichmäßig-druckvoll agierende 1,5-Liter-Vierzylinder, der mit stolzen 182 PS für souveräne Fahrleistungen sorgt und gerade einmal mit 5,8 Litern pro 100 gefahrene Kilometer auskommt. Für einen geringen Zuschlag von 1.300 Euro können Automatikfans ein stufenloses CVT-Getriebe bei beiden Motorvarianten ordern. Der Aufpreis lohnt sich, denn die CVT-Automatik simuliert sieben Fahrstufen und sorgt dafür, dass der Civic besonders drehzahlschonend unterwegs ist.
Im Honda geht es ausgesprochen leise zu und er gefällt mit einem agilen, aber nicht zu hartem Fahrwerk. Die Abstimmung ist gelungen, da sie außerdem einen hohen Fahrkomfort bietet. Und die variabel übersetzte Lenkung begeistert mit ihrem exakten Ansprechverhalten. So lädt der Civic entweder zum gelassenen Cruisen ein oder vermittelt seinem Fahrer auf kurvigem Terrain noch zusätzlich eine gehörige Portion Fahrspaß. Auch diesen Spagat beherrscht der geräumige Honda Civic perfekt und geht mit Bravour nicht nur bei den Assistenzsystemen auf Nummer sicher.
Der Honda Civic startet mit dem Dreizylinder-Turbo bei 19.990 Euro und bringt als Basismodell eine sehr reichhaltige Ausstattung mit. Der 1,5-Liter Turbo-Vierzylinder beginnt in der hochwertigen Sport-Version bei 27.960 Euro.

Kraftstoffverbrauch Civic 2017 in l/100 km: innerorts 7,9-5,5; außerorts 5,0-4,1; kombiniert 6,1-4,7. CO2 -Emission in g/km: 139-106. (Alle Werte gemessen nach 1999/94/EG.)

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